Global Retail empire

Studie zur Internationalisierung im E-Commerce

Die Prognose bis zum Jahr 2020 ist optimistisch. Der durch grenzüberschreitenden Online-Handel erwirtschaftete Umsatz soll von 2013 bis 2020 in den sechs größten E-Commerce-Märkten der Welt um ein Fünffaches wachsen. Zu den sechs Märkten die global gesehen etwa die Hälfte des gesamten Volumens ausmachen zählen das Vereinigte Königreich, die USA, Deutschland, Scandinavien, die Niederlande und Frankreich. Von USD 25 Mrd. Export-Umsatz ausgehend in 2013, sollen mit E-Commerce-Exporten bei einer jährlichen Steigerungsrate von 30 % bis zum Jahr 2020 USD 130 Mrd. Jahresumsatz erreicht werden.

Die derzeitige Verteilung der E-Commerce-Exporte sieht folgendermaßen aus: In den USA wurden Waren im Wert von USD 11 Mrd. über Online-Kanäle ins Ausland verkauft und bilden somit den höchsten Export-Umsatz via E-Commerce. Die gewinnbringendste Export-Quote liegt jedoch im Vereinigten Königreich: Die Briten haben insgesamt ein Plus von gut USD 1 Mrd. im grenzüberschreitenden E-Commerce erwirtschaftet.

Der Grund hierfür liegt an den sehr hohen aus dem Vereinigten Königreich via E-Commerce exportierten Waren mit einem Wert von USD 7 Mrd. und gleichzeitig deutlich geringeren Importen aus anderen Ländern. Die USA verzeichneten USD 180 Mio. Überschuss und Deutschland überzeugt mit USD 35 Mio. mehr exportierten als importierten Waren.

Den größten E-Commerce-Importanteil der sechs betrachteten Märkte hat Frankreich mit USD 950 Mio.

Die Frage “Wer exportiert wohin?” wird durch die aufschlußreiche Infografik die die Studie begleitet, beantwortet.

Der weitaus größte Anteil der grenzüberschreitenden Verkäufe spielte sich 2013 zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich ab. Während die aus den USA nach dem Vereinigten Königreich gelieferten Waren mit USD 950 Mio. knapp unter der 1 Mrd.-Grenze blieben, erreichte der Warenfluss in der entgegengesetzten Richtung knapp USD 1,8 Mrd.

Der zweitgrößte Anteil des UK-E-Commerce-Exports ging über den Ärmelkanal: Waren im Wert von USD 720 Mio. wurden nach Frankreich geliefert. Und auch nach Deutschland gingen grenzüberschreitende Online-Bestellungen im Wert von USD 270 Mio. Die beiden größten E-Commerce-Export-Märkte für Frankreich sind das Vereinigte Königreich, in dass Sie Waren im Wert von USD 250 Mio lieferten, sowie Deutschland mit USD 210Mio.

Als weltweit drittgrößter E-Commerce-Exporteur ist Deutschland besonders auf dem französischen Markt erfolgreich. USD 580 Mio. erreichten die ins Nachbarland gelieferten Online-Umsätze. Zweitgrößter Abnehmer für Produkte aus deutschen Online-Shops sind die Niederlande: immerhin USD 240 Mio. gaben sie in Deutschland über Online-Kanäle aus, der Versand ins Vereinigte Königreich ist hier mit USD 60 Mio. relativ gering.

Die deutschen Online-Händler richten sich dabei sprachlich am stärksten auf internationale Kunden ein: Im Durchschnitt bieten sie ihre Produkte in fünf verschiedenen Sprachen an. Dennoch bleibt die Anzahl der belieferten Länder im Vergleich zu den USA oder das Vereinigte Königreich eher niedrig. 

 

Quelle: OC&C